Ökostromanbieter
Die mit dem grünen Daumen
Jeder kann aktiv zum Klimaschutz beitragen, unter anderem durch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Diese produzieren den Strom durch die Nutzung erneuerbarer Energien, wie Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft. Aber warum heißt es eigentlich „erneuerbare Energie“? Damit meint man Energie aus Quellen, die unerschöpflich sind. So liefert uns z.B. die Sonne auch für die nächsten Millionen Jahre ihre Sonnenstrahlen, ohne dass ihre Kraft abnimmt.
Im Gegensatz dazu sind Kohle- und Erdöl nicht unerschöpflich und stellen damit keinen Träger erneuerbarer Energien dar. Auch Kernenergie ist keine erneuerbare Energie, da Uran nur endlich vorhanden ist und sich die atomaren Abfälle, die bei der Kernspaltung anfallen, nicht wieder in den natürlichen Kreislauf einfügen lassen. Aus diesem Grund ist die Kernenergie auch nicht „sauber“, da viele Fragen der Endlagerung immer noch der Klärung bedürfen.
Der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie ist zwar gesetzlich festgeschrieben, jedoch gibt es in letzter Zeit wieder Bestrebungen, die Laufzeiten der Kernkraftwerke zu verlängern. Dabei wird das Argument angeführt, dass der Ölpreis immer weiter steigt und die Kernenergie so günstig sei. Das Eine hat jedoch mit dem Anderen nichts zu tun, schließlich wird aus Erdöl kein Strom erzeugt.
GREENPEACE KRITERIEN3>
- Der Ökostromanbieter darf nicht gleichzeitig auch mit Kohle- oder Atomstrom handelt.
- Der Ökostromanbieter darf nicht Tochterfirma eines Stromanbieters sein, der mit Kohle- oder Atomstrom handelt.
- Der Ökostrom muss Bundesweit lieferbar sein.
- Die Stromlieferung an den Kunden besteht aus mindestens 50% erneuerbarer Energie. Der rest darf aus umweltfreundlicher Kraft-, Wärme-, Kopplung (auf Erdgasbasis) stammen. Kohle und Atomkraft sind verboten
- Der Ökostromanbieter darf nicht gleichzeitig auch mit Kohle- oder Atomstrom handelt.
- Der Ökostromanbieter darf nicht Tochterfirma eines Stromanbieters sein, der mit Kohle- oder Atomstrom handelt.
- Der Ökostrom muss Bundesweit lieferbar sein.
- Die Stromlieferung an den Kunden besteht aus mindestens 50% erneuerbarer Energie. Der rest darf aus umweltfreundlicher Kraft-, Wärme-, Kopplung (auf Erdgasbasis) stammen. Kohle und Atomkraft sind verboten
Tragen auch Sie deshalb mit einem Wechsel zu einem Ökostromanbieter dazu bei, den Kernkraftbefürwortern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Regenerative Energien werden, auch aus ökonomischem Gründen, langfristig die Kernenergie in ihrer Bedeutung zurückdrängen. Ein hoher Anteil von Ökostrom am Strommix lässt den Preisvorteil von Atomstrom gegenüber Ökostrom dahinschmelzen.
Ein Ökostromanbieter produziert ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Auch verpflichten sich die meisten Ökostromanbieter, nicht nur die schon vorhandenen Ökostromanlagen auszunutzen, sondern auch neue Kapazitäten zu schaffen. So steigt mit der Zeit der Anteil von Ökostrom und der Anteil von Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken kann zurückgefahren werden.
Auch große Stromkonzerne produzieren neben Strom aus Kernenergie oder aus Kohlekraftwerken Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Manche nutzen dabei das Umweltbewusstsein aus und bieten Ökostromtarife an, indem sie ihren schon bisher ökologisch erzeugten Strom separat verkaufen und somit den Ökostromanteil am „normalen“ Strom senken. Das ist kein wirklicher Ökostrom, denn der Ökostromanteil im Stromnetz steigt dadurch nicht. Vielmehr hat der Energiekonzern nur eine zusätzliche Einnahmequelle entdeckt.
Bundesweite Anbieter, die tatsächlich Ökostrom produzieren, der auch den Ökostromanteil am Energiemix erhöht, sind Naturstrom AG, LichtBlick, Greenpeace Energy sowie die Elektrizitätswerke Schönau GmbH. Aber auch regionale Anbieter können die von Umweltschutzorganisation erfüllten Kriterien erfüllen. Durch kurze Recherche im Internet lässt sich leicht herausfinden, ob ein Ökostromanbieter wirklich das erfüllt, was er verspricht.
Viele scheuen den Wechsel von ihrem bisherigen Stromanbieter zu einem Ökostromanbieter, weil sie nicht wollen, dass ein Techniker vor ihrem Haus neue Stromkabel verlegt. Das ist natürlich nicht zutreffend, denn es werden keine Stromkabel ausgetauscht, oft wird noch nicht einmal der Stromzähler gewechselt. Der Strom, der ins Haus kommt, ist auch der gleiche wie vorher. Es ist nicht tatsächlich Ökostrom im physikalischen Sinne, denn in das Stromnetz speisen alle Stromproduzenten ihren Strom ein. Der Ökostromanbieter speist dabei die Menge an Strom in das Stromnetz ein, den seine Kunden verbrauchen. Es wird durch den Wechsel zu Ökostrom also der Ökostromanteil im Stromnetz erhöht, d.h. es findet eine Verschiebung innerhalb des Strommixes von konventionell erzeugtem zu ökologisch erzeugtem Strom statt.
Ökostrom muss nicht teurer sein als der Strom vom regionalen Stromanbieter. Manchmal ist der Strom von den örtlichen Stadtwerken sogar teurer als ein bundesweit verfügbarer Anbieter von Ökostrom. Durch den Wechsel von einem großen Stromkonzern zu einem kleinen Ökostromanbieter wird auch der Wettbewerb gestärkt, was sich mittelfristig positiv auf den Strompreis auswirkt.
