Stromanbieter
Portrait: Fakten über die Stromanbieter in Deutschland
Strom ist ein wichtiger Rohstoff, den man tagtäglich benötigt. Für alle möglichen Verrichtungen im Haushalt oder
während der Arbeit im Büro in der Schule an der Universität oder in der Freizeit wird Strom benötigt. Ohne ihn funktioniert kaum etwas.
Deutschland hat sich bezüglich des Strommarktes die Liberalisierung auf die Fahnen geschrieben, was bedeutet, dass der Strommarkt Deutschlands vollkommen geöffnet ist. Der 19. Februar 1997 war diesbezüglich ein einschneidendes Datum. Eine Binnenmarktrichtlinie Elektrizität wurde verabschiedet, die besagt, dass die jeweiligen Länder diese Richtlinie bis spätestens 19. Februar 1999 in ihrem Land durchzusetzen haben. Vorschriften und Regelungen sowie Richtlinien in Bezug auf die Stromanbieter, die Organisation des Strommarktes sowie Gesetze in Hinblick auf die jeweiligen Übertragungs- und Verteilernetze der Länder sind in dieser Binnenmarktrichtlinie verankert.
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E.On und RWE: Die Stromriesen in Deutschland
E.ON und RWE sind wohl die bekanntesten Stromanbieter auf dem deutschen Markt, die auch den Großteil einnehmen. Vattenfall und ENBW sind zwei weitere der riesigen Anbieter, die den Markt bestimmen. Diese Konzentration hat zur Folge, dass die Strompreise ständig steigen und die Kunden sind benachteiligt. Der Tarifdschungel einerseits und die horrenden Preise andererseits sind u.a. die negativen Folgen der Liberalisierung.
Als Stromkunde bzw. Interessent sollte man vor Abschluss eines Vertrages mit einem Stromanbieter in jedem Fall einen Vergleich zu Rate ziehen, um den effektivsten und günstigsten Anbieter wählen zu können. Durch die Eingabe bestimmter Eckdaten kann man online schnell und unkompliziert den für die Region günstigsten Stromtarif ermitteln.
Ohne großen Aufwand und relativ unkompliziert erfolgt ein Wechsel des Stromanbieters. Es ist zu beachten, das jede Kommune einen Stromanbieter vorweisen kann, der dazu verpflichtet ist, die gesamten Haushalte mit Strom zu versorgen. Der Kunde hat aber das Recht, den Anbieter zu wechseln und somit eine Menge Kosten zu sparen. Die Monopolstellung der Stromanbieter ist aufgehoben, nur die allgemeinen Tarife und der sogenannte Grundversorgungstarif sind für Privatkunden noch immer gültig.
Neue Regelung: Einfacher Wechsel des Stromanbieters möglich
Ein weiteres einschneidendes Datum war der Juli 2007. Die Preise für den Grundversorgungstarif waren von nun an nicht mehr genehmigungspflichtig. Die Kunden, die einen für sich günstigeren Stromanbieter gefunden haben, müssen nur noch einen dementsprechenden Wechselantrag stellen und können nahtlos zum anderen Stromanbieter überwechseln – eine recht unkomplizierte und einfache Möglichkeit, um unnötige Kosten zu sparen.
Das Auswechseln des Stromzählers ist, wie viele Kunden vermuten, nicht nötig. Relativ unbürokratisch wird es dem Kunden ermöglicht, sich seinen Stromanbieter persönlich auszusuchen. Es ist weiterhin wichtig zu wissen, dass der Grundversorger für die jeweilige Region verpflichtet ist, den Kunden, der möglicherweise gewechselt hatte, wieder aufzunehmen und mit Strom zu versorgen, falls dieser sich dazu entschließen sollte.
Die Stromkunden Deutschlands sollten wissen, dass es positive Auswirkungen hat, wenn man den Stromanbieter wechselt. Je mehr Kunden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, umso mehr kommen die riesigen und vorherrschenden Anbieter in die Lage, mit ihren hohen Preisen zu brechen und sich an die günstigeren Anbieter anzunähern. Der Preiskampf ist also eröffnet.
