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Verhalten ändern, Geld sparen

Die Strompreise werden auch in Zukunft steigen – regenerative Energieformen ersetzen zwar nach und nach die knappen fossilen Brennstoffe, sind jedoch keine Garantie für geringere Stromkosten. Das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Stromrechnung der Haushalte immer höher wird, den Stromverbrauch haben die Verbraucher nämlich zum Teil selbst in der Hand: Geld sparen durch Verhalten ändern beim Umgang mit Elektrizität kann jedermann schnell umsetzen.

Die einfachste Maßnahme ist das Austauschen aller Glühbirnen durch energiesparende Kompaktleuchtstofflampen. Diese verbrauchen weniger Strom und halten erheblich länger. Wer darauf achtet, in seiner Wohnung grundsätzlich nur noch die Beleuchtung eingeschaltet zu lassen, die er wirklich benötigt, verwendet für Beleuchtungszwecke nur noch eine Bruchteil der zuvor dafür aufgewandten Energie.

Eine einmalige Chance zum nachhaltigen Stromsparen ist der Kauf eines neuen Elektrogerätes. Die Energieeffizienzklasse A+ sollte unbedingt eingehalten werden. Liegt das gewünschte Gerät in dieser Klasse noch nicht vor, sollte die Anschaffung aufgeschoben werden.

Wer zum Heizen Strom einsetzt, kann in den kälteren Monaten spürbar Geld sparen, indem er konsequent darauf achtet, nur durch Stoßlüftung für frische Luft in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Zweimal am Abend für fünf Minuten die Balkontür weit aufzusperren und dabei die Heizung komplett auszuschalten spart gegenüber einem dauerhaft gekippten Fenster Unmengen an Energie. Zum Geld sparen durch Verhalten ändern gehört auch, den Thermostat um ein, zwei oder drei Grad nach unten zu drehen und als Ausgleich ab und zu einmal eine Strickjacke zum Aufwärmen überzuwerfen; steigender Stromkosten im Winterhalbjahr sind dann kein Thema mehr.

Völlig überflüssige Stromfresser sind die Stand-by-Schaltungen des Fernsehers, der Stereoanlage oder gar des Analog-Telefons. Es gibt keinen Grund, diese Geräte während ihrer gesamten Lebensdauer rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, Energie verbrauchen zu lassen. Wenn eine Neuanschaffung eines Gerätes ohne Stand-by-Schaltung noch nicht ansteht, dann ziehen Sie nach dem Ausschalten einfach den Stecker aus der Dose. Nach der jährlichen Stromablesung bleiben allein durch diese Maßnahme einige Geldscheine mehr in Ihrer Börse.

Jede Hausfrau und jeder Hausmann weiß, wie viel Spaß es machen kann, durch gut organisierte Arbeit in der Küche so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Dass die Kühlschranktür beim Vollgießen des Milchglases auf keinen Fall geöffnet bleibt, gehört zu den bekanntesten Übungen.

Richtig Ehrgeiz entwickeln kann jeder Verbraucher beim Kochen mit Wasser. Werden die Kartoffeln schon ins kalte Wasser gelegt und nur so viel Wasser in den Topf geschüttet, dass die Erdäpfel bestenfalls bis zur Hälfte bedeckt sind, kann die Herdplatte schon nach 15 Minuten ausgeschaltet und damit 25 % Energieersparnis realisiert werden. Wer den Kochtopf mit einem tiefen Teller abdeckt, auf dem sich das zu dünstende Gemüse befindet, und den Teller dann mit dem Topfdeckel abdeckt, dessen Gemüse gart absolut energiefrei. Geld sparen durch Verhalten ändern kann in der Küche geradezu zum Hobby werden.

Heißes Wasser für den Tee oder die Kaffeezubereitung sollte grundsätzlich über einen Wasserkocher aufbereitet werden. Die Herdplatte ist die mit Abstand teuerste Alternative, ein Gasherd arbeitet in der Praxis um 50% energiesparender. Eine Küche, die auf die Mikrowelle verzichten kann, spart Strom und garantiert schmackhafteres Essen.

Die Waschmaschine bietet ein enormes Einsparpotential. Es gibt keinen Grund, Wäsche separat zu waschen. Die Trommel sollte bis zum oberen Rand ausgefüllt werden und allein damit schon mehrere Waschgänge einsparen. Den 95°-Schalter sollte ein energiebewusster Haushalt vergessen. Es gibt keine denkbare Verschmutzung, die nicht auch bei 60° zuverlässig entfernt würde. Soll die Wäsche hinterher faltenlos gelagert werden: Die Anschaffung eines Dampfbügeleisens lohnt sich, denn ein herkömmliches Bügeleisen benötigt fast doppelt so viel Strom.

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